Vorgesetzter Stress

Vorgesetzte leiden besonders unter Stress.

Vorgesetzte sind oft in einer Sandwichposition

Als Chef müssen Sie die Vorgaben von der Geschäftsleitung umsetzen oder Sie führen die Organisation selber und sind verantwortlich für das Geschäftsergebnis. Oftmals sind die Ziele hoch gesteckt und nur mit viel Einsatz zu erreichen. Die Konkurrenz schläft ja auch nicht. Das kann enormen Stress und Druck auf einen Vorgesetzten oder die Geschäftsleitung ausüben. Zuweilen steht das Überleben der Organisation auf dem Spiel. Gleichzeitig gibt er oder sie den Druck weiter an die Mitarbeitenden. Sie sind verantwortlich für die Umsetzung der gesteckten Ziele auf ihrer Ebene. Das verläuft oft nicht reibungslos. Wenn die Ziele unklar oder zu ehrgeizig formuliert wurden, ist es fast unmöglich, diese zu erreichen. Mitarbeitende reagieren entsprechend mit Überlastung oder Unverständnis und arbeiten nicht mit voller Kraft für die gesteckten Ziele. Dies hat wiederum negative Auswirkungen auf Vorgesetzte. Wenn Ziele und Ressourcen, also das Wissen und Können von Menschen längerfristig im Ungleichgewicht sind, kann ihre Loyalität ins Wanken geraten oder sie fallen krankheitshalber aus. Das dient letztendlich niemandem, weder der Organisation noch den Vorgesetzten. Wie also Anforderungen und Ressourcen ins Gleichgewicht bringen? 

So erkennen Sie Stress

Stress entsteht, wenn die gesteckten Ziele, das heisst die Anforderungen an einen Menschen höher sind als die vorhandenen Mittel und Kenntnisse. Es entsteht ein Gefühl von Druck und Überforderung, speziell beim Vorgesetzten. Oft versucht ein Mensch durch mehr Einsatz diese Lücke zu schliessen, macht keine Pausen und arbeitet am Abend oder auch am Wochenende. Dauert dieses Ungleichgewicht längerfristig an, so kann Stress krank machen oder zu einem Burnout führen. Dies sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, denn ein Burnout kann langfristige Folgen haben für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Menschen. Es ist also wichtig, sich mit Signalen von Stress zu befassen, um frühzeitig Weichen stellen zu können. Dies ist zum einen wichtig für die eigene Gesundheit, zum anderen sind gesunde und motivierte Mitarbeitende das wichtigste Kapital einer Unternehmung. Wenn Sie Ihren aktuellen Stand von Stress einschätzen möchten, können Sie den Test machen unter stressnostress.ch. Oftmals lohnt sich zudem ein Coaching-Gespräch mit einem professionellen Coach. Je nach Situation genügen wenige Sitzungen, um geeignete Massnahmen erfolgreich umsetzen zu können, die den Stress mildern oder helfen, mit ihm besser umgehen zu können. Den Test können Sie auch Ihren Mitarbeitenden empfehlen und ihn in einem Gespräch gemeinsam analysieren. Für eine Unternehmung kann sich auch ein aktives Stressmanagement mit der Unterstützung einer Organisationberaterin lohnen. Sie wird zuerst eine Analyse erstellen und dann übergreifende Massnahmen vorschlagen zum besseren Umgang mit Stress. Häufig ist nicht das fehlende Wissen zum Thema Stress das Problem, sondern die erfolgreiche Umsetzung von entsprechenden Massnahmen über eine längere Zeit hinweg. Man wüsste eigentlich, dass ein freies Wochenende gut tut, arbeitet aber doch auch am Samstag. Oder die Freizeit wird ebenso gefüllt mit Verabredungen und Verpflichtungen, so dass sie nicht mehr der Erholung dient. 

Stresssignale: Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie hin und wieder zu viel arbeiten oder die Arbeit als stressend empfinden, ist dies oft noch verkraftbar. Wenn Sie jedoch häufig unter Stress, oder sogar Überforderung leiden und dies über Monate oder Jahre hinweg, kann dies zu schwerwiegenden gesundheitlichen Konsequenzen führen. Zu Beginn einer Phase mit Stress und Überlastung hat der Körper noch Kraftreserven, auf die er zurückgreifen kann. Es kann einige Zeit dauern, bis diese erschöpft sind. Wenn die Nerven jedoch blank liegen, der nächtliche Schlaf nicht mehr als erholsam empfunden wird und Ferien nicht mehr oder nur sehr kurzfristig eine Erholung bringen, ist es wichtig, sofort Massnahmen zu ergreifen. 
Bei folgenden Symptomen kann Stress eine Ursache sein: erhöhte Reizbarkeit, ständige Nervosität, ein Gefühl von innerer Leere, Sinnlosigkeit oder Verzweiflung. Körperliche Anzeichen von Stress können z.B. Kopfschmerzen, Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen sein. Gefühle wie Frustration und Ärger, die bei kleinen Auslösern immer wieder heftig auftreten, eine innere Kündigung oder Panikattacken können ebenso von Stress herrühren. Wenn Ihnen solche Symptome bei Ihnen als Vorgesetzter selber oder bei Mitarbeitenden auffallen, ist es ratsam, in einem Gespräch nach den Ursachen zu forschen. Oftmals sind Gespräche mit einem professionellen, externen Coach eine hilfreiche Unterstützung in diesem Prozess. Bei Mitarbeitenden spielt zudem die Angst vor einem Jobverlust oder vor dem Versagen eine wichtige Rolle. Diese Ängste können das Erkennen der eigenen Situation und ein ehrliches Gespräch mit dem Vorgesetzten verhindern. Dies wirkt sich wiederum negativ aus auf die gesundheitliche Situation. Trotzdem kann ein offenes und vertrauensvolles Gespräch mit dem Vorgesetzten dabei helfen, die eigene Situation bezüglich Arbeitsbelastung besser einzuschätzen. Im Gespräch oder danach kann das weitere Vorgehen geplant werden, so dass geeignete Massnahmen zur Erleichterung umgesetzt werden können. Zudem kann jeder Mensch lernen mit Stress besser umzugehen oder ihn zu reduzieren.

So lernen Sie mit Stress umzugehen

Es gibt im Grunde genommen zwei Möglichkeiten, auf ein Ungleichgewicht von Anforderungen und den vorhandenen Ressourcen zu reagieren. Zum einen kann ein Mensch dazulernen und Wissen erwerben, um Aufgaben besser bewältigen zu können. Er kann seine Arbeiten besser einteilen, seine Prioritäten verändern und so sein Potential effizienter einsetzen. Vielleicht ist es sinnvoll, den Arbeitsablauf zu optimieren oder andere Hilfsmittel einzusetzen. Es werden also die vorhandenen Ressourcen und Möglichkeiten optimiert.
Zum anderen können die Anforderungen angepasst werden. Dazu gehören Fragen wie: bin ich die richtige Person für diese Aufgabe? Wie wichtig und dringend ist die Aufgabe wirklich? Kann sie allenfalls in einer anderen Form oder zu einem anderen Zeitpunkt erfüllt werden? Ev. hilft also delegieren oder ein Verlängern der Frist. Wichtig ist stets nach einer guten Lösung oder einem Kompromiss zu suchen und verschiedene Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Es gibt immer mehrere Wege zu einem Ziel. Einen positiven Einfluss hat auch der Einbezug einer Organisationsberaterin. Sie kann die Situation analysieren, verschiedene Lösungsansätze eruieren und die Umsetzung der besten Massnahmen begleiten. So können optimale Leistungen erzielt werden mit möglichst wenig Stress. Die erfolgreiche Weiterentwicklung der Unternehmung sowie die Gesundheit der Vorgesetzten und Mitarbeitenden kann dadurch auch gesichert werden. 

Einige Tipps für alle Fälle

In schwierigen Situationen kann es Wunder wirken, wenn Sie Abstand gewinnen, eine kurze oder längere Pause einschalten, frische Luft einatmen oder darüber schlafen. Manchmal ist es nur der Moment, der einen schaudern und den Überblick verlieren lässt. Sobald der Kopf wieder klar ist, sieht die Lage wieder besser aus. 
Bei komplexen Problemen lohnt es sich, das Problem in seine Teile zu zerlegen und diese eines nach dem anderen zu bearbeiten. Beim Strukturieren und Setzen von Prioritäten hilft ein Beratungsgespräch mit einem professionellen Coach. Oftmals ist eine schwierige Situation bereits nach einer Sitzung analysiert und auseinandergenommen, so dass klar wird, welche Aspekte als erste bearbeitet und gelöst werden sollten. In Coaching-Sitzungen lassen sich zudem mehrere Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, die dann zur Auswahl stehen für die weitere Entwicklung. Ein Vorteil von Gesprächen mit einem professionellen Coach liegt auch darin, dass die Situation gut durchdacht wird, was einen schützt vor überstürztem Handeln und Entscheiden.

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